Zurück Wandern

Nach der Nacht in dem wohl ärmsten Dorf von Laos (oder zumindest hoffe ich, dass es nicht noch ärmere gibt) packt Vero in der Früh ihre Sachen. Der Bub war dabei sehr interessiert.

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Da wir für gestern, heute und morgen unser ganzen Gepäck mitschleppen müssen, haben wir wieder unsere kleinen Rucksäcke gepackt. Und ich habs geschafft, meine Tageslinsen nicht hineinzugeben. D.h. ich renn jetzt mit Brille rum.

Für heute sind sechs Stunden wandern angesagt. Um ca. 8:30 Uhr marschieren wir los.

Am Weg treffen wir noch so einiges Getier. Z.B. den alten Bekannten von oben und einen Schmetterling.

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Hier wird meine Brille schon zum Problem. Es geht hier ständig bergauf und es ist ziemlich heiß und feucht. Es tropft ständig Schweiß auf die Brille und an meiner Kleidung gibts keine trockene Stelle mehr um sie sauber zu machen. Ich seh nur mehr recht verschwommen.

Aber um 10:00 Uhr erreichen wir schon den höchsten Punkt unserer Wanderung. Von nun an gings größtenteils bergab und die Schweißentwicklung war nicht mehr ganz so schlimm.

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Nach ca. drei Stunden wandern kommen wir wieder in ein kleines Dorf. Wie gewohnt rennt sämtliches Getier frei herum. Sie wollen und auch wieder einiges “Selbstgemachtes” andrehen. Das kaufen wir ihnen zwar nicht ab, aber dafür wird hier zu Mittag gegessen.

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Nach dem Essen gehts durch den Wald und über teilweise steiniges Gelände weiter bergab. Kurz vor dem nächsten Dorf baden schon die ersten Kinder in Tümpeln während wir verzweifelt versuchen, über den Weg (im 2. Foto links vom Wasser) nicht abzurutschen und reinzufallen.

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Im Dorf gibts dafür schon richtige Zivilisation. Die haben Strom! Mit dem Strom kommt auch ein Kühlschrank und ein Shop mit kalten Getränken – allerdings kein Wasser. Die Häuser hier haben wieder alle Sat-Schüsseln. Das ist ein Zeichen, dass wir es bald geschafft haben.

Jetzt nur noch ein Stück weiter runter, am Ende noch durch die obligatorischen Reisfelder und dann sind wir wirklich endlich am Fluß angelangt wo wir von einem Longboat abgeholt und zum Camp zurückgebracht werden wo wir gestern mit den Mountainbikes hingefahren sind.

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Wir waren etwas schneller. Wir sind nach sechs Stunden inkl. Pausen am Ziel.

Das Camp ist auch als “Homestay” tituliert. Ich würde eher Campingplatz dazu sagen. Wir schlafen wieder in Hütten, diese und auch die sanitären Anlagen sind aber um Welten besser, als letzte Nacht.

Aber das Beste des Tages: im fünf Minuten entfernten Elephant Village gibt es sogar einen Pool. Während die anderen gratis im braunen Fluß baden in dem immer wieder mal Elefantendung herunter schwimmt, gehen Vero und ich ins Elephant Village und schmeißen uns in den sündhaft teuren (US$ 10,- pp) Pool.

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Und wir gönnen uns auch noch Leihhandtücher und Cocktails an der Poolbar. Yeah!

Als der Pool zusperrt und wir uns wieder auf den Rückweg machen, treffen wir noch die anderen. Die sind inzwischen in einer Hütte eingekehrt, wo es eine lokale Spezialität gibt: gegrillte Hühnerfüße.

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Man nagt ewig lang dran herum und kriegt doch nichts runter. Aber naja, sie verwerten halt wirklich alles von dem Huhn.

Das ist aber nur ein kleiner Appetitanreger. Das Abendessen ist im Camp. Es ist zwar ganz gut, aber es ist im Freien mit einer sehr hellen Lampe über uns. Ich kann die Suppe nicht schnell genug essen, bevor nicht das nächste Insekt hineinfällt. Und so macht das leider nicht viel Spaß und wir fliehen wieder um 20:00 Uhr ins Bett.

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