Fuß- und Rückenmassage

Heute stehen die 100 Waterfalls auf dem Programm. Wir haben Ai (unseren Führer) gestern noch gefragt, welche Schuhe wir heute anziehen sollen und er hat gesagt, die Trekkingschuhe. Also ziehen wir unsere Sportschuhe mit den frisch in der Wäscherei in Luang Prabang gewaschenen Socken an.

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Um 9:00 Uhr treffen wir uns und gehen mal zum Bootspier runter. Auf diesem Fluß fahren recht kleine Boote, weil der Wasserstand durch den Bau eines Staudamms und Wasserkraftwerks ziemlich variiert und die Boote nicht viel Tiefgang haben dürfen. Dafür muss man beim Verladen der Fracht dann schon mal kreativ werden.

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Wir fahren zunächst mal eine Stunde den Fluß hinunter. Dann landen wir bei einem kleinen Dorf wo wir zusätzlich zu Ai noch einen lokalen Führer kriegen. Dieser trägt Flipflops.DSC_0735

Zu viert machen wir uns auf den Weg zu den Wasserfällen. Am Weg dorthin stellt sich schnell heraus, dass die Turnschuhe vielleicht doch nicht ganz das richtige sind. Hier wären die Sandalen besser gewesen.

Es geht immer wieder mal durch kleine Bäche. Die Schuhe dazwischen wieder anzuziehen zahlt sich nicht aus. Also gehen wir das Ganze barfuß. Das ist auch besser wenn man im Gatsch versinkt. Den Fuß kriegt man wieder raus. Beim Schuh wär das nicht so sicher.

Nach vielen kleinen Bächen und einigen Reisfeldern, die gerade abgeerntet werden kommen wir dann auch wirklich beim ersten Wasserfall an. Hier gibts die nächste Überraschung. Wir gehen nicht neben den Wasserfällen hoch, sondern durchs Wasser.

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DSC_0745Es ist also quasi Canyoning von unten nach oben. Und die Guides sagen, man rutscht mit den Schuhen zu viel und wir sollen lieber barfuß gehen (der lokale Führer bleibt aber in seinen Flipflops).

Es ist aber nicht so schlimm wie es aussieht. Das ist die einzige Stelle an der man ein Seil braucht und auch sonst sind immer kleine Tritte in den Fels gehauen worden, über die man recht leicht rauf kommt.

Wir haben nicht gezählt, ob es wirklich 100 Wasserfälle waren, aber es waren schon sehr viele kleine Stufen über die das Wasser hier hinunter fließt und wir rauf klettern. Ganz oben kommt dann der größte Wasserfall und hier haben wir uns auch eine Dusche verdient.

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Beim Ausgang richtet Ai noch unser Mittagessen her.

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Das wird hier mit den Fingern gegessen und schmeckt trotzdem sehr gut. Und was wir nicht schaffen, das verdrücken ein paar Kinder, die auch raufgekommen sind.

Für den Rückweg den Berg runter brauchen wir dann doch tatsächlich noch unsere Turnschuhe. Sobald wir unten sind gehts aber wieder über die selben Wege ins Dorf zurück, über die wir hergekommen sind. D.h. barfuß durch den Gatsch. Jetzt tut das barfuß gehen schon weh. Laut Ai weil die Fußsohlen durch das Wasser aufgeweicht sind.

Zurück im Dorf hat sich meine Blutegelbilanz auf 6 verdoppelt.

Hier wird auch Reiswhiskey gebrannt. Wir kriegen eine Kostprobe direkt von der Destillation. Das ist noch heiß und schmeckt eindeutig nach Reis. Das Fertigprodukt ist dann aber schärfer mit weniger Geschmack. Das hat mir vorher besser geschmeckt.

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Danach gehen wir zurück zum Boot – das hat inzwischen auf uns gewartet – und wir fahren wieder den Fluß hinauf.

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Am Abend haben wir für uns Massagen reserviert. Wir haben das schon in Luang Prabang ausprobiert, aber hier soll es besser sein. Wir versuchen beide eine Rücken-, Schulter- und Kopfmassage. Vero gefällt es ganz gut und sie würde das am liebsten jeden Tag machen. Mir gibt es eher weniger. Ich finde, die kneten da den Körper nach ihrem Programm durch, aber sie gehen überhaupt nicht auf die Verspannungen ein. Man kann es ihnen nicht sagen, weil sie nicht englisch können und fühlen tun sies auch nicht. Tommy, Martin, das könnt ihr besser!

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