Sonne, Strand und Sonnenbrand

Vom Strandliegen gibts nur eine Kurzfassung. Wie das abläuft, könnt ihr euch sicher denken.

Unser Bungalow ist 48 Stufen über dem Pool. Das sind ca. 52 Stufen über dem Restaurant und 58 über dem Strand.

Der Bungalow ist ok.

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Unser Strand (und daher auch Bungalow und Restaurant) schaut nach Norden zum Festland von Thailand.

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Schon als wir in Vang Vieng waren hat Vero gemeint, sie mag nicht mehr herumfahren und würde jetzt viel lieber für eine Woche auf die Malediven fliegen. Am ersten Tag als wir hier ankommen, nach der obligatorischen Dusche, einem ersten Ausflug ins Meer und einem Mittagsschlaferl war Vero dann 20 Minuten im Liegestuhl vor unserer Hütte und dann hab ich ein

“Mir is fad!”

gehört.

Am zweiten Tag haben wir uns nach dem Frühstück für ca. 2,5 Stunden unter einen Sonnenschirm gelegt und dann hatten wir beide einen Sonnenbrand. Bei Vero war der nach einem Tag wieder weg. Ich schau noch immer aus wie ein Engländer.

Zumindest musste ich dann am dritten Tag nicht mit auf die Fahrradtour. Vero hat sich ein Fahrrad ausgeborgt (200,- Baht für 24 Stunden) und ist damit in den Süden gefahren. Unsere Insel ist T-förmig und wir sind am nordwestlichen Ende. Zu unserem Ende der Straße kann man zu Fuß gehen. Vero ist mit dem Rad in die andere Richtung gefahren. Erst als sie auf ihrer eigenen Schweißschicht ausgerutscht ist, weil es recht heiß war und bergauf gegangen ist, hat sie umgedreht. Nach 1,5 Stunden war sie wieder da. Den Rest des Tages haben wir in Restaurants verbracht.

An Tag 4 war dann auch schon wieder Schluss. Wir springen nochmal schnell ins Meer, in den Pool und unter die Dusche. Um 11:30 Uhr müssen wir auschecken. Um 13:00 Uhr sollten wir vom Speedboot abgeholt werden. Das ist aber eine dreiviertel Stunde zu früh und kommt gerade während dem Mittagessen. Am Festland erwartet uns wieder unser wunderbarer thailändischer Guide (wieso holt uns nicht einfach ein Fahrer ab?) und wir fahren zum Flughafen.

Vientiane im Schnelldurchgang

Heute haben wir noch einen halben Tag Guide+Fahrer gebucht. Die wollen heute noch zurück nach Luang Prabang (7 Stunden Fahrt) und wir müssen um 12:00 Uhr aus dem Hotel auschecken und können danach nicht mehr duschen. D.h. wir fangen heute schon sehr früh an. Um 7:20 Uhr holen sie uns ab.

Zunächst fahren wir auf einen Platz mit einem Denkmal von dem König, der Vientiane zur Hauptstadt gemacht hat. Das war im 16. Jahrhundert.

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Die Namen der ganzen Könige könnt ihr Google fragen. Wir können uns diese laotischen Namen nicht merken.

Hinter dem König lugt hier schon eine große Stupa hervor. Rechts und links davon sind ein recht großer Tempel und der Palast des mächtigsten Mönchs von Laos. Das ist wahrscheinlich der Grund, wieso wir hier anfangen. Es gibt viel zu sehen ohne viel zu fahren. Das geht schnell.

Bilder vom Tempel:

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Die Spenden für die Mönche werden unter den Armen verteilt und was die nicht wollen, kriegen die Hunde.

Danach ist die Stupa dran. Pha Tha Luang heißt sie. Hier war früher mal eine kleine Stupa in der ein Knochen von Buddha höchstpersönlich liegen soll. Um diese kleine Stupa wurde dann irgendwann die große, die man jetzt sieht, herumgebaut.

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Nächster Stopp ist der laotische Triumphbogen – Patou Xai.

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Da kann man auch rauf gehen. Von oben hat man eine schöne Aussicht auf Vientiane. Im Inneren findet man einen Markt – was sonst.

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Und wieder gehts mit dem Auto weiter zum Wat Si Saket. Das ist der älteste Tempel von Vientiane. Er wurde von einem König gebaut, der in Bangkok ausgebildet wurde. Deshalb wurde dieser Tempel als einziges bei den siamesischen Angriffen 1827 nicht zerstört.

Rund um den eigentlichen Tempel (in dem man nicht fotografieren darf) sind vor und in den Wänden tausende Buddhastatuen untergebracht. Leider sind sie teilweise zerstört weil die Teile, die aus Gold waren, gestohlen wurden.

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Danach sehen wir noch zwei Tempel. Im ersten war früher der Emerald Buddha untergebracht bevor er von Siamesischen Angreifern gestohlen und nach Bangkok gebracht wurde (so unser laotischer Führer – die Thais sehen das anders). Leider wird das Gebäude gerade renoviert und wir können nicht rein.

In den letzten Tempel für heute können wir rein. Der ist innen sehr buddhistisch.

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Drumherum gibt es aber sehr viele hinduistische Elemente.

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Danach werden wir zu unserem Hotel gebracht und es ist noch nicht einmal 11:00 Uhr. Unser Guide und der Fahrer verabschieden sich und fahren nach Luang Prabang.

Wir gehen duschen, müssen aber um 12:00 Uhr aus dem Hotel raus. Unser Taxi zum Bahnhof geht erst um 15:00 Uhr. Also haben wir noch einige Zeit zum vertrödeln. Wir gehen mal Mittagessen und dann in ein Cafe. Um 15:00 Uhr kommt dann wirklich ein Auto, das auch noch einige andere Touris einsammelt und nach Thanaleng bringt. Von hier fährt unser Zug los.

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Dieser Zug fährt von Thanaleng in Laos über die Grenze nach Nong Khai in Thailand. Für diese Strecke braucht er 15 Minuten und damit sind wir auch schon das gesamte Schienennetz von Laos abgefahren. Mehr Züge gibt es hier nicht. Wahrscheinlich, weil sonst Büffel am Gleis wären und die Züge dauernd stehen bleiben müssten.

In Nong Khai müssen wir für die Einreiseformalitäten etwas anstehen, aber das macht nichts. Wir haben ca. 1,5 Stunden bevor der thailändische Zug von hier weiter fährt nach Bangkok.

Wir haben einen Schlafwagen mit Klimaanlage und finden uns hier wieder:

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Nicht gerade das, was ich mir vorgestellt hab. Einzelne Abteile gibt es in der 2. Klasse nicht. Aber es könnte schlimmer sein. Die beiden Sitze werden zusammengeschoben und dann kommt sogar noch eine extra Matratze mit frischem Überzug drauf. Somit ist das Bett sogar breiter als in unseren Schlafwagenabteilen und ein Vorhang davor bringt auch etwas Privatsphäre.

The Piano Man

Heute ist wieder ein Autofahrtag. Wir verlassen Vang Vieng um 9:00 Uhr. Unser erster Zwischenstopp ist bei einem Fischmarkt.

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Wie bei jedem Markt hier gibt es wieder 100 Standeln, die alle das Gleiche verkaufen. Ich versteh nicht, dass denen noch niemand gesagt hat, dass sie sich dann gegenseitig die Kunden wegnehmen und die eigenen Preise drücken. Aber die machen das alle in Laos so. Ob es hier die Fischverkäufer sind, die Fruchtshakeverkäufer, Schals, etc.

Zu Mittag sind wir dann an einem Staudamm der seltsamer weise genau während des Vietnamkriegs gebaut wurde. Sie hatten dabei zwar Unterstützung von Japan, aber wie sich so etwas finanziell während einem Krieg ausgehen kann, versteh ich trotzdem nicht.

Der Damm von unten:

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Und der Stausee von oben:

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Der entstandene See ist 370km² groß und damit etwas größer als der Neusiedler See.

Ai hat uns gesagt, dass wir mit einem Boot herumfahren werden und auch am Boot Mittag essen. Womit wir aber nicht gerechnet haben, ist welches Boot das ist.

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Das ist ein riesen Schiff wo nur ein Tisch für 8 Personen drauf steht. Gedeckt ist für vier. Unseren Guide, Fahrer und uns zwei. Daneben steht ein anderes Schiff, das genauso groß ist. Das ist aber bummvoll mit ca. 50 Personen.

Damit fahren wir ca. eine Stunde am Stausee herum, zwischen ein paar kleinen Inseln durch und machen bei einem Viewpoint halt. Der hat wohl schon einige Stürme erlebt.

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Danach haben wir noch einen kleinen Zwischenstopp bei einer Salzfabrik. Hier kommt irgendwo Salzwasser aus dem Boden und Ai erklärt uns, wie das Salz vom Wasser getrennt wird.

Der nächste Stopp ist dann schon in Vientiane. Das ist die Hauptstadt von Laos mit ca. so vielen Einwohnern wie Wien. Sie muss allerdings viel größer sein, weil die meisten Häuser nur 1-3 Stockwerke haben. Nur im Zentrum sind sie etwas höher.

Am Abend suchen wir noch einen Bookshop.

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Vero nimmt nicht das Originalverpackte Buch von Michael Niavarani, aber füllt trotzdem ihre Lesevorräte auf sodass dem Strandaufenthalt nichts mehr im Wege steht.

Am Ufer des Mekong gibt es zwei riesige Gruppen, die Zumba machen. Daneben ist der Night Market. Wieder endlos viele Standeln, die ungefähr 5 verschiedene Sachen anbieten. Alle anderen sind Wiederholungen. Luis Vitton (Tina muss sagen, wie sich der schreibt) Geldbörseln (die haben sicher auch einen französischen Namen) sind auch dabei.

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Nachdem wir ein Ende des Markts gefunden haben, gehen wir auf die Gastromeile. Es stellt sich aber schnell heraus, dass die an einer sehr stark befahrenen Straße ist. Da biegen wir lieber in eine Seitengasse ein und gehen da in ein recht kleines Lokal. Als wir schon sitzen merken wir, dass die Klaviermusik nicht aus Lautsprechern kommt, sondern live gespielt wird. Ich glaub, ich werd schön langsam alt. Die Lao Beer T-Shirts gefallen mir nicht, die klassische Klaviermusik dagegen schon.

Plain of Jars

Phonsavan (der Ort in dem wir hier sind) ist die Hauptstadt der Region Xieng Khouang die auf einer recht großen Hochebene liegt. Der Ort liegt lt. Google auf 2750m. Es hat endlich mal angenehme Temperaturen. Wir schwitzen mit T-Shirt und kurzer Hose nicht dauernd. Die Laoten ziehen sich Pelzjacken an.

Nach dem Frühstück geht es zunächst mal zum hiesigen Markt. Nachdem wir aber schon einige Märkte durch haben, gibt es hier nicht mehr so viel Neues. Wir konnten nur Bienenwaben entdecken wo die Bienen in den äußeren Waben (nicht hellweiß) auch noch leben. Und eine seltsame Frucht die unser Guide nur erklärt hat, die ist so ähnlich wie eine andere Frucht mit einem laotischen Namen.

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Der nächste Zwischenstopp ist in einem Dorf, wo jeder Reisnudeln macht. (Die sind hier prinzipiell nicht sehr erfinderisch. Es machen immer alle in der selben Umgebung das Gleiche.)

Hier wird der Reis zerrieben, mit Wasser vermischt, die Mischung wie eine Palatschinke auf eine heiße Platte verteilt und nach 2min zum Trocknen in die Sonne gelegt. Wenn das Ganze dann trocken ist, wird es in Streifen geschnitten und als Nudel verkauft. Das ist doch recht mühsam und sie kriegen dann KIP 15.000,- (= EUR 2,-) pro Kilo dafür.

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Phonsavan ist erst seit den 70er Jahren die Hauptstadt. Davor war es Muang Khoun und das ist unser nächstes Ziel. Die gesamte Region war im Vietnamkrieg ein Hauptziel der USA weil hier eine Nachschublinie des Viet Kong war. So wurde die alte Hauptstadt fast komplett zerstört und Phonsavan zur neuen Hauptstadt erklärt.

Es stehen noch 1,5 Stupas aus dem 14. Jahrhundert herum die recht beeindruckend sind. Und auch ein alter Tempel aus dem 16. Jahrhundert wurde von den Bomben getroffen. Es sind leider nur mehr Reste übrig.

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Nächster Stopp ist in einem kleinen Dorf. Hier wollen sie uns wieder ihre selbstgewebten Schals und Hemden verkaufen. D.h. das meiste ist selbstgemacht. Nur das Etikett konnten sie anscheinend nicht selbst weben. Da steht “Made in Thailand” drauf.

Mittagessen gibts in einem kleinen Lokal am Straßenrand. Wir bekommen gegrillten Fisch. Das Filetieren mit Stäbchen ist nicht so ganz einfach, aber schmecken tut er recht gut.

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Nach dem heutigen Essensexperiment fahren wir weiter zu den “Plain of Jars” oder wie es in unserem deutschen Reiseführer heißt: die “Ebene der Tonkrüge”. Wer das übersetzt hat, hatte keine Ahnung, weil die Krüge allesamt aus Stein sind.

Hier auf dieser Hochebene gibt es einige Plätze, wo riesige aus Stein gehauene Krüge herumstehen. Die Entstehung wird auf 500 BC bis 500 AD geschätzt. Genau weiß man aber weder, wer die wann hergestellt hat, noch wozu sie dienten.

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Es gibt dazu zwei Theorien:

  1. Die Krüge ähneln jenen, die die Laoten für ihren Reiswhiskey verwenden. Früher lebten hier Riesen, die ein Saufgelage abgehalten haben. Nach dem Gelage sind die leeren Krüge übriggeblieben.
  2. Die Leute haben ihre Toten in diesen Krügen bestattet. Entweder nur das Familienoberhaupt und die anderen rundherum, oder ein Krug für die ganze Familie.

Die zweite Theorie ist eher die, der Wissenschaftler. Aber auch die sind sich da nicht sicher.

Diese Stätte 1 ist die größte. Hier gibt es über 300 dieser Krüge. Anschließend fahren wir zur Stätte 2 mit 93 Krügen.

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Hier ist zumindest die Aussicht besser.

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Die Stätte 3 ist noch etwas kleiner, aber wir haben inzwischen ein ganz gutes Bild wie diese Krüge ausschauen. Wir lassen sie aus und fahren zurück ins Hotel.

Am Abend regnet es diesmal nicht, drum wollte ich mir schon auch die Stadt anschauen. Wir gehen also ca. 15min ins “Zentrum”. Phonsavan liegt an einer 3km langen schnurgeraden Straße und irgendwo in der Mitte liegen ein paar Restaurants, Hotels, usw. Da diese Stadt nach der Zerbombung der alten Hauptstadt recht künstlich hochgezogen wurde, sucht man verwinkelte kleine Gassen vergeblich. Auch Sehenswürdigkeiten haben wir keine entdeckt. Die Hauptstraße ist staubig und hat recht starken Verkehr. Diese 30min entlang zu gehen war das Abendessen nicht wert.

On The Road Again

Heute verlassen wir Luang Prabang endgültig und fahren nach Phonsavanh. Laut Google Maps sind das 260km, aber wir nehmen nicht die kürzeste Route, sondern die schönste und so sind wir den ganzen Tag unterwegs.

Die Straßen hier muss man vielleicht mal näher beschreiben. So tolle Straßen wie Österreichs Bundesstraßen gibt es hier nicht. Die sind voller Schlaglöcher, Tiere und Kinder. Hier hat jeder Tiere und die laufen frei herum. Auf den Straßen sieht man hauptsächlich Hühner und Hunde. Danach kommt mal lang nichts. Dann laufen einem noch regelmäßig Kühe und Büffel über den Weg. Etwas seltener dann Enten, Ziegen, Truthähne und Katzen.

Kinder ab ca. 4 Jahren (so schauen sie zumindest aus) sind zw. 11:30 und 13:30 Uhr auf dem Weg von der Schule nach Haus.

Kurz gesagt: es gibt jede Menge Gründe wieso man hier einfach nicht schnell fahren kann.

Wir bleiben zwar immer mindestens ein Mal pro Sunde stehen, aber es zaht sich trotzdem. Wir fahren die meiste Zeit über Bergstraßen. Da gibts eine schöne Aussicht:

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Und ich bekomm doch noch einen Affen zu sehen.

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Allerdings nur, weil er angebunden ist. Anscheinend schon länger. Der Affe ist überhaupt nicht mehr neugierig und ignoriert uns komplett.

Sonstige Zwischenstopps sind bei Standln am Straßenrand wo Früchte gekauft werden, bei einem Markt wo wir Mittagessen.

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Nein, diese Bienen und Baumwollmaden (mir fällt der richtige Name jetzt nicht ein) haben wir nicht gegessen. Wir sind neben dem Markt in ein Einheimischenlokal eingekehrt und haben da Nudelsuppe gegessen. Zunächst hab ich mich je gefragt, wozu wir zur Suppe Stäbchen kriegen, aber was in dem Topf alles drin war, wollte auf den Löffel wirklich nicht drauf.

Nach dem Mittagessen bleibt die Straße bergig.

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Ein Fotostopp bei der Reisernte.

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So gegen 16:30 Uhr sind wir endlich in Phonsavanh in unserem Hotel angelangt. Das ist eine echte Nobelhütte. Das Schlafzimmer ist doppelt so groß, wie das Schlaf- und Badezimmer aus dem letzten Hotel zusammen und es gibt außerdem noch ein Wohnzimmer, Bad, Schrankraum und Balkon.

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Dafür ist das Hotel etwas außerhalb. Wir müßten eine Viertelstunde ins Zentrum gehen und es regnet (zum ersten Mal seit dem 1. Tag Gibbon Experience), also bleiben wir im Hotel und essen im Hotelrestaurant zu Abend. Ist gar nicht so teuer wie wir es erwartet hätten.

Über Pak Ou zurück nach Luang Prabang

Wir sind schon früh munter und so schauen wir noch zum Tempel. Ab 6:30 Uhr werden hier die Mönche mit Lebensmitteln und Geld beschenkt.

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DSC_0900Nach dem Frühstück fahren wir dann wieder Richtung Luang Prabang. Manchmal sieht man dabei gar seltsame Gefährte.

Am Weg bleiben wir noch bei Pak Ou stehen. Das ist eine Höhle in einem großen Felsen am Mekong in der tausende Buddha Statuen stehen. Wir haben das schon vom Slow Boat aus gesehen, da sind wir aber nicht stehen geblieben.

Diesmal fahren wir über eine holprige Straße zum Ufer vis-a-vis von der Höhle und von dort mit dem Boot hinüber.

Während des Vietnamkrieges haben viele Orte in der Umgebung um Luang Prabang ihre Buddhas hier in Sicherheit gebracht und danach nicht wieder zurück geholt. Und so sind hier allein in der Haupthöhle über 2000 Buddha Statuen. In dem ganzen Felsen ca. 3000-4000. Genau weiß es aber niemand.

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Nach dem Mittagessen im Tourirestaurant am anderen Ufer (wo wir zwischen einem Tisch mit Deutschen und einem mit Österreichern sitzen) fahren wir noch 30min bis ins sogenannte Whisky Village. Hier kosten (und kaufen) wir Reiswein und Reiswhisky, schlendern noch ein bisschen durchs Dorf und schauen uns auch den Tempel an.

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Dann fahren wir wieder nach Luang Prabang. Wir sind wieder in einem anderen Hotel. Diesmal etwas außerhalb gelegen. Das sagt aber nichts über den Lärmpegel aus. Morgen gibts nämlich das Bun Awk Phansa. Das ist einer der größten Feiertage hier zum Vollmond nach der Regenzeit. Es laufen gerade die letzten Vorbereitungen und es wird schon vorgeglüht. Im ganzen Ort (vermutlich im ganzen Land, aber das kann ich nicht bestätigen) und somit auch um unser Hotel herrscht Partystimmung.

Auch hier haben die Mönche viele Spenden gekriegt.

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Zu dem Festl werden Schiffe gebaut, mit Kerzen bestückt und die Flüsse runter geschickt. Wer nicht als Gruppe ein ganzes Schiff baut, der lässt halt einzelne Kerzen auf einem schwimmenden Untergrund ab. Die Tempel sind jetzt schon mit vielen Laternen und Schiffen geschmückt.

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Zum Abendessen haben wir gesündigt.

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Und Nein, es war die Sünde nicht wert. Eine Pizza hat hier 3x so viel gekostet wie normales Lao-Futter und geschmeckt hat sie auch nicht besonders.

DSC_0966Nach dem Abendessen ist es finster. Da kommen die ganzen Laternen und Kerzen in den Tempeln natürlich noch besser an.

DSC_0971Hier zünden die Novizen die ganzen Kerzen an und passen auf, dass keine ausgehen.

 

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Fuß- und Rückenmassage

Heute stehen die 100 Waterfalls auf dem Programm. Wir haben Ai (unseren Führer) gestern noch gefragt, welche Schuhe wir heute anziehen sollen und er hat gesagt, die Trekkingschuhe. Also ziehen wir unsere Sportschuhe mit den frisch in der Wäscherei in Luang Prabang gewaschenen Socken an.

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Um 9:00 Uhr treffen wir uns und gehen mal zum Bootspier runter. Auf diesem Fluß fahren recht kleine Boote, weil der Wasserstand durch den Bau eines Staudamms und Wasserkraftwerks ziemlich variiert und die Boote nicht viel Tiefgang haben dürfen. Dafür muss man beim Verladen der Fracht dann schon mal kreativ werden.

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Wir fahren zunächst mal eine Stunde den Fluß hinunter. Dann landen wir bei einem kleinen Dorf wo wir zusätzlich zu Ai noch einen lokalen Führer kriegen. Dieser trägt Flipflops.DSC_0735

Zu viert machen wir uns auf den Weg zu den Wasserfällen. Am Weg dorthin stellt sich schnell heraus, dass die Turnschuhe vielleicht doch nicht ganz das richtige sind. Hier wären die Sandalen besser gewesen.

Es geht immer wieder mal durch kleine Bäche. Die Schuhe dazwischen wieder anzuziehen zahlt sich nicht aus. Also gehen wir das Ganze barfuß. Das ist auch besser wenn man im Gatsch versinkt. Den Fuß kriegt man wieder raus. Beim Schuh wär das nicht so sicher.

Nach vielen kleinen Bächen und einigen Reisfeldern, die gerade abgeerntet werden kommen wir dann auch wirklich beim ersten Wasserfall an. Hier gibts die nächste Überraschung. Wir gehen nicht neben den Wasserfällen hoch, sondern durchs Wasser.

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DSC_0745Es ist also quasi Canyoning von unten nach oben. Und die Guides sagen, man rutscht mit den Schuhen zu viel und wir sollen lieber barfuß gehen (der lokale Führer bleibt aber in seinen Flipflops).

Es ist aber nicht so schlimm wie es aussieht. Das ist die einzige Stelle an der man ein Seil braucht und auch sonst sind immer kleine Tritte in den Fels gehauen worden, über die man recht leicht rauf kommt.

Wir haben nicht gezählt, ob es wirklich 100 Wasserfälle waren, aber es waren schon sehr viele kleine Stufen über die das Wasser hier hinunter fließt und wir rauf klettern. Ganz oben kommt dann der größte Wasserfall und hier haben wir uns auch eine Dusche verdient.

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Beim Ausgang richtet Ai noch unser Mittagessen her.

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Das wird hier mit den Fingern gegessen und schmeckt trotzdem sehr gut. Und was wir nicht schaffen, das verdrücken ein paar Kinder, die auch raufgekommen sind.

Für den Rückweg den Berg runter brauchen wir dann doch tatsächlich noch unsere Turnschuhe. Sobald wir unten sind gehts aber wieder über die selben Wege ins Dorf zurück, über die wir hergekommen sind. D.h. barfuß durch den Gatsch. Jetzt tut das barfuß gehen schon weh. Laut Ai weil die Fußsohlen durch das Wasser aufgeweicht sind.

Zurück im Dorf hat sich meine Blutegelbilanz auf 6 verdoppelt.

Hier wird auch Reiswhiskey gebrannt. Wir kriegen eine Kostprobe direkt von der Destillation. Das ist noch heiß und schmeckt eindeutig nach Reis. Das Fertigprodukt ist dann aber schärfer mit weniger Geschmack. Das hat mir vorher besser geschmeckt.

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Danach gehen wir zurück zum Boot – das hat inzwischen auf uns gewartet – und wir fahren wieder den Fluß hinauf.

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Am Abend haben wir für uns Massagen reserviert. Wir haben das schon in Luang Prabang ausprobiert, aber hier soll es besser sein. Wir versuchen beide eine Rücken-, Schulter- und Kopfmassage. Vero gefällt es ganz gut und sie würde das am liebsten jeden Tag machen. Mir gibt es eher weniger. Ich finde, die kneten da den Körper nach ihrem Programm durch, aber sie gehen überhaupt nicht auf die Verspannungen ein. Man kann es ihnen nicht sagen, weil sie nicht englisch können und fühlen tun sies auch nicht. Tommy, Martin, das könnt ihr besser!

Reisfarm und Kuang Si Wasserfälle

Heute fahren wir zunächst zu einer Reisfarm. Hier bekommen wir komische Hüte und schließen uns einer Gruppe Touris an, die in 14 Schritten erklärt bekommt, was man alles machen muss, um Reis zu bekommen. Die ersten zwei Schritte – das Setzen und Ziehen der Pflanze – versäumen wir allerdings. Wir kommen zum Pflügen dazu.

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Was recht lustig ist, ist dass die Touris alles selber ausprobieren können. Im nächsten Schritt werden die 3-4 Wochen alten Setzlinge am Feld ausgesetzt. Man beachte hier die Frau mit dem blauen Leiberl. Links vorher, rechts nachher.

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Sie bleibt in dem 30cm tiefen Gatsch stecken und setzt sich mal kurz hin. Die Kamera (bzw. der Fotograph) war leider zu langsam, drum hab ich nur ein Nachher-Foto.

Wir denken uns übrigens, wir hatten in der letzten Woche schon genug Gatsch und wollen mal sauber bleiben. Wir haben uns schon gedacht, dass man da recht leicht das Gleichgewicht verlieren kann.

Später wird dann noch gezeigt, wie die Pflanze geerntet, getrocknet, der Reis von der Pflanze und die guten von den schlechten getrennt werden bis wir endlich zu Schritt 14 kommen. Dem Essen.

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Hier sieht man Reis in allen Variationen. In der Schüssel ist eine andere Zutat, die in Laos bei Frühstück, Mittag- und Abendessen immer dabei ist: Chilli.

Danach fahren wir weiter zu den Kuang Si Wasserfällen. Wir sagen immer nur Waterfall, weil wir uns die Namen nicht merken können, aber es geht recht oft zu Waterfalls, drum hab ich jetzt mal den Namen rausgesucht.

Hier gibts vor den Wasserfällen auch ein Bear Rescue Center zu sehen wo Bären unterkommen, die aus der Gefangenschaft befreit wurden. Hier sind sie zwar noch immer eingesperrt, aber sie haben zumindest mehr Platz und eine schöne Umgebung.

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Etwas weiter oben fangen dann die Wasserfälle an. Es geht über viele Wasserfälle über viele Ebenen den Berg runter. Dazwischen kann man auch hin und wieder schwimmen. Es ist alles wunderschön, aber leider sind auch viel zu viele andere Touris da.

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Schließlich finden wir aber doch noch ein Plätzchen, wo es nicht zu überlaufen ist und wir baden können.

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Nach etwas mehr als einer Stunde Zeit zum Baden fahren wir wieder zurück nach Luang Prabang.

Zurück Wandern

Nach der Nacht in dem wohl ärmsten Dorf von Laos (oder zumindest hoffe ich, dass es nicht noch ärmere gibt) packt Vero in der Früh ihre Sachen. Der Bub war dabei sehr interessiert.

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Da wir für gestern, heute und morgen unser ganzen Gepäck mitschleppen müssen, haben wir wieder unsere kleinen Rucksäcke gepackt. Und ich habs geschafft, meine Tageslinsen nicht hineinzugeben. D.h. ich renn jetzt mit Brille rum.

Für heute sind sechs Stunden wandern angesagt. Um ca. 8:30 Uhr marschieren wir los.

Am Weg treffen wir noch so einiges Getier. Z.B. den alten Bekannten von oben und einen Schmetterling.

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Hier wird meine Brille schon zum Problem. Es geht hier ständig bergauf und es ist ziemlich heiß und feucht. Es tropft ständig Schweiß auf die Brille und an meiner Kleidung gibts keine trockene Stelle mehr um sie sauber zu machen. Ich seh nur mehr recht verschwommen.

Aber um 10:00 Uhr erreichen wir schon den höchsten Punkt unserer Wanderung. Von nun an gings größtenteils bergab und die Schweißentwicklung war nicht mehr ganz so schlimm.

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Nach ca. drei Stunden wandern kommen wir wieder in ein kleines Dorf. Wie gewohnt rennt sämtliches Getier frei herum. Sie wollen und auch wieder einiges “Selbstgemachtes” andrehen. Das kaufen wir ihnen zwar nicht ab, aber dafür wird hier zu Mittag gegessen.

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Nach dem Essen gehts durch den Wald und über teilweise steiniges Gelände weiter bergab. Kurz vor dem nächsten Dorf baden schon die ersten Kinder in Tümpeln während wir verzweifelt versuchen, über den Weg (im 2. Foto links vom Wasser) nicht abzurutschen und reinzufallen.

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Im Dorf gibts dafür schon richtige Zivilisation. Die haben Strom! Mit dem Strom kommt auch ein Kühlschrank und ein Shop mit kalten Getränken – allerdings kein Wasser. Die Häuser hier haben wieder alle Sat-Schüsseln. Das ist ein Zeichen, dass wir es bald geschafft haben.

Jetzt nur noch ein Stück weiter runter, am Ende noch durch die obligatorischen Reisfelder und dann sind wir wirklich endlich am Fluß angelangt wo wir von einem Longboat abgeholt und zum Camp zurückgebracht werden wo wir gestern mit den Mountainbikes hingefahren sind.

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Wir waren etwas schneller. Wir sind nach sechs Stunden inkl. Pausen am Ziel.

Das Camp ist auch als “Homestay” tituliert. Ich würde eher Campingplatz dazu sagen. Wir schlafen wieder in Hütten, diese und auch die sanitären Anlagen sind aber um Welten besser, als letzte Nacht.

Aber das Beste des Tages: im fünf Minuten entfernten Elephant Village gibt es sogar einen Pool. Während die anderen gratis im braunen Fluß baden in dem immer wieder mal Elefantendung herunter schwimmt, gehen Vero und ich ins Elephant Village und schmeißen uns in den sündhaft teuren (US$ 10,- pp) Pool.

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Und wir gönnen uns auch noch Leihhandtücher und Cocktails an der Poolbar. Yeah!

Als der Pool zusperrt und wir uns wieder auf den Rückweg machen, treffen wir noch die anderen. Die sind inzwischen in einer Hütte eingekehrt, wo es eine lokale Spezialität gibt: gegrillte Hühnerfüße.

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Man nagt ewig lang dran herum und kriegt doch nichts runter. Aber naja, sie verwerten halt wirklich alles von dem Huhn.

Das ist aber nur ein kleiner Appetitanreger. Das Abendessen ist im Camp. Es ist zwar ganz gut, aber es ist im Freien mit einer sehr hellen Lampe über uns. Ich kann die Suppe nicht schnell genug essen, bevor nicht das nächste Insekt hineinfällt. Und so macht das leider nicht viel Spaß und wir fliehen wieder um 20:00 Uhr ins Bett.

… gently down the stream

Das Hotel in Pak Beng war das erste, das über Tiger Trails gebucht wurde. Das ist die Agentur, über die wir auch den restlichen Aufenthalt gebucht haben. Und dieses Hotel ist im Vergleich zu dem in Houay Xay eine Nobelhütte. Das Zimmer ist sehr schön komplett mit Holzvertäfelung, auch wenn es recht klein ist. Beim Frühstück merken wir dann, dass wir die einzigen Gäste sind.

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Wir kaufen noch ein paar Vorräte und sind dann so um 8:15 Uhr beim Boot. Diesmal ist das Boot schon recht voll.

Die Abfahrt ist auch recht pünktlich. Damit hat ein Passagier nicht gerechnet. Wir sehen ihn zunächst nur an Land mit seinem Koffer herumrennen (so ziemlich der einzige ohne Rucksack), aber irgendwann kommt er dann mit einem Motorboot nach und steigt noch um.

Sonst verläuft der Tag eigentlich wie gestern. Wir sitzen den ganzen Tag am Boot und fahren den Mekong hinunter. Die Landschaft ist auch die Gleiche, daher gibt es hier nicht viel zu erzählen.

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Gegen 15:00h kommen wir an einem recht schönen Felsen vorbei. Da hat sich jemand gedacht, da könnte man doch einen Tempel hinein machen.

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Eine Stunde später sind wir dann in Luang Prabang – der alten Hauptstadt von Laos. Sie wurde aber schon vor längerem von Vientiane abgelöst. Hier hat das Boot schon angelegt und alle warten auf ihr Gepäck.

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Hier werden wir von unserem Tiger Trails Guide abgeholt und wir fahren in einem klimatisierten Bus an den Tuk Tuks vorbei in die sich die Backpacker zwängen. Wir haben uns im Bus auch recht klein gemacht, damit uns niemand erkennt.

Das Hotel ist direkt im Zentrum. Die Dusche hat mal ausreichend Wasser und sogar in der richtigen Temperatur. Bis jetzt gabs Wasser immer nur tröpferlweise und meistens kalt – in Pak Beng konnte man sich aussuchen ob kalt oder heiß.

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Nach der Dusche schlendern wir noch ein bisschen über die Hauptstraße. Hier gibts abends einen Markt mit recht schönen Sachen. Wir schauen einmal durch, aber dann ist der Hunger größer als die Neugier und wir gehen Abendessen. Wir werden eh noch einen freien Tag hier verbringen.

Die nächsten zwei Nächte gibts Homestay – übernachten bei einheimischen Familien. Da werden wir vermutlich keinen Blog schreiben.