In the Jungle

Bei der Gibbon Experience gibt es drei verschiedene Varianten:

  1. Classic: vermutlich weils einfach die erste war, 3 Tage, 2 Nächte
  2. Waterfall: für sportlichere Leute, mehr gehen, mehr Dschungel, ebenfalls 3 Tage, 2 Nächte
  3. Express: viele lange Ziplines, weniger Dschungel, 2 Tage, 1 Nacht

Wir haben Waterfall gebucht.

Um 8:15h ist Treffpunkt im Gibbon Büro und wir sollen schon gefrühstückt haben. Das heißt also mal früh aufstehen. Trauriges Smiley

Zunächst gehts mit einem Pickup wo auf der Ladefläche Sitze montiert sind 1,5 Stunden normale Straßen entlang. Dann heißts aussteigen und kurz über eine Hängebrücke und durch den nächsten Fluss zu einer nicht mehr asphaltierten Straße voll mit Schlamm und Schlaglöchern. Von dort müssen wir mit einem ähnlichen Auto dann noch eine Stunde bis zu einem kleinen Dorf wo wir auf die Gruppen treffen, die gerade mit der Tour fertig sind. Das waren zwei Gruppen mit insgesamt 11 Leuten die uns vorschwärmen, wie gut das Bier nach der Tour schmeckt. Außerdem sollen wir uns darauf einstellen, dass wir durch Flüsse waten werden (bis zur Brust) und auf die Blutegel aufpassen sollen.  (Vero glaubt ihnen kein Wort). Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die zwei Holländerinnen mit denen wir über die Grenze gekommen sind und wir die einzigen sind, die die Tour an diesem Tag gebucht haben. Glück gehabt!DSC_0067

Von hier gehts um 12:00h zu Fuß weiter. Gleich nach dem Dorf kommt der erste Fluß. Das Wasser ist nicht tief und ich zieh meine Schuhe aus und wate durch. Ein paar Meter weiter stellt sich allerdings heraus, dass das ziemlich unnötig war. Der Weg ist gespickt mit Schlammlöchern. Da ists dann eh gut, wenn die Schuhe wieder gewaschen werden.

An diesem Tag müssen wir hauptsächlich gehen. Am Anfang neben Reisfeldern entlang und durch insgesamt fünf Flüsse durch. Das Wasser geht zwar nicht zur Brust, aber bis zur Hüfte.

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Später gehen wir durch den Dschungel den Berg hinauf.

Zur Erfrischung kommen wir aber dann irgendwann zu einem kleinen See mit Wasserfall wo wir baden können. Der Wasserfall ist zwar der Namensgeber für die Tour, bei uns hätte er die Bezeichnung “Wasserfall” allerdings nicht verdient.

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Nach einer einstündigen Schwimmpause gehts dann wieder up, up, up wie unser Führer so schön sagt und endlich um 15:45h sind wir bei der ersten Zipline. Und pünktlich zu den letzten Erklärungen fängts dann auch zu regnen an. Es ist aber nicht so schlimm. Wir werden zwar nass, aber es könnte schlimmer sein. Das größere Problem ist, dass die Ziplines auch nass sind und man dadurch so gut wie gar nicht bremsen kann. Jedenfalls nicht, wenn man es erst zum ersten Mal probiert. Vero und ich krachen daher bei den ersten beiden Lines am Ende ziemlich gegen die dafür vorgesehenen Polster. Die dritte Zipline ist dafür ganz kurz und geht auch schon zum ersten Baumhaus wo wir übernachten werden.

Hier mal der Blick nach unten:

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Bei der Ankunft sind schon Früchte und Nüsse für uns hergerichtet. Und beim Ausziehen der Socken gab es eine Überraschung: ich hatte meinen ersten Blutegel.

Unsere beiden Guides bleiben noch etwas während wir aufs Abendessen warten. Das kommt dann irgendwann ebenfalls per Zipline an und dann bleiben wir zu viert am Baumhaus zurück.

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Das Badezimmer hat alles was man braucht. Komplett mit Dusche mit Aussicht. Hier ist allerdings zwischen den einzelnen Brettern am Boden mehr Platz, damit das Duschwasser besser abrinnen kann. Das behagt Vero nicht so ganz.

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Wir essen, duschen, spielen noch etwas und dann gehts ab ins Bett. Es gibt einige Matratzen und die Guides haben uns sogar noch Zeltplanen zu Zweierzelten aufgespannt sodass das doch einigermaßen komfortabel ist.

Diese Gäste haben wir auch. Die werden bis zu ca. 15cm groß.

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Weiter nach Laos

Heute morgen sind wir von Chiang Rai aufgebrochen. Zuerst gings zum Goldenen Dreieck:

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mit riesigem goldenen Buddha (diesmal sehr wenig tempelartigem – eher besonders kitschigem – Krims-Krams drum rum):

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Direkt am goldenen Dreieck gabs noch das Opium Museum, das wir uns angesehen haben. Was haben wir gelernt: das Opium ist entweder von einer Frau, die mit besonders vielen Männern Sex hatte – oder von einer Frau, die mit gar keinem Mann Sex hatte (weil sie besonders gemüffelt hat) in die Welt gekommen. Ja, ja hilfreiches Wissen. – Zumindest sagen das die Thai-Legenden. (Vermutet wird, dass das Opium bereits die Griechen erfunden haben, und durch Alexander den Großen auch im asiatischen Raum verbreitet wurde).

Vom Golden Dreieck aus gings dann weiter nach Houay Xay (Laos). War ein bisserl kompliziert über die Grenze zu kommen – Grenzübertritt war irgendwo im Nirgendwo:

  1. Anreise zur Grenze, um dann dort festzustellen, dass die Bankomaten uns kein Geld geben – und wir somit das Visa nicht bezahlen können.
  2. Den nächsten Bankomaten – der nicht direkt an der Grenze liegt – zu Fuß suchen – und siehe da: der spuckt auch kein Geld aus.
  3. Tuck Tuck suchen, dass uns zu einem Bankomaten bringt, der Geld ausspuckt.
  4. Bankomat gefunden –> Geld abheben. (juchuuu – doch noch geschafft!)
  5. zurück zur Grenze – wieder mit Tuck Tuck
  6. Ausreise aus Thailand.
  7. mit dem Bus (der natürlich was kostet) Anreise (ca. 1km ) zur Einreise nach Laos. (Also quasi eine Busverbindung im Niemandsland – da würde ich mal gern wissen, ob das ÖBB-Systeme zambringen Zwinkerndes Smiley ).
  8. Kaufen des Visas (in Dollars) für Laos.
  9. Einreise nach Laos
  10. Weiterreise mit dem Tuck Tuck in die nächstgelegene Stadt

Den Rest des Tages haben wir mit Vorbereitungen für die Gibbon Experience verbracht: restliche Sachen einkaufen, Anmeldung, Guest House suchen, …

Wir haben auch schon weitere Teilnehmer für die Tour getroffen: 2 Holländerinnen mit Spinnenphobie Smiley 

So – ab morgen herrscht dann für ca. 3 Tage Funkstille – im Dschungel gibts kein Internet…