Über Pak Ou zurück nach Luang Prabang

Wir sind schon früh munter und so schauen wir noch zum Tempel. Ab 6:30 Uhr werden hier die Mönche mit Lebensmitteln und Geld beschenkt.

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DSC_0900Nach dem Frühstück fahren wir dann wieder Richtung Luang Prabang. Manchmal sieht man dabei gar seltsame Gefährte.

Am Weg bleiben wir noch bei Pak Ou stehen. Das ist eine Höhle in einem großen Felsen am Mekong in der tausende Buddha Statuen stehen. Wir haben das schon vom Slow Boat aus gesehen, da sind wir aber nicht stehen geblieben.

Diesmal fahren wir über eine holprige Straße zum Ufer vis-a-vis von der Höhle und von dort mit dem Boot hinüber.

Während des Vietnamkrieges haben viele Orte in der Umgebung um Luang Prabang ihre Buddhas hier in Sicherheit gebracht und danach nicht wieder zurück geholt. Und so sind hier allein in der Haupthöhle über 2000 Buddha Statuen. In dem ganzen Felsen ca. 3000-4000. Genau weiß es aber niemand.

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Nach dem Mittagessen im Tourirestaurant am anderen Ufer (wo wir zwischen einem Tisch mit Deutschen und einem mit Österreichern sitzen) fahren wir noch 30min bis ins sogenannte Whisky Village. Hier kosten (und kaufen) wir Reiswein und Reiswhisky, schlendern noch ein bisschen durchs Dorf und schauen uns auch den Tempel an.

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Dann fahren wir wieder nach Luang Prabang. Wir sind wieder in einem anderen Hotel. Diesmal etwas außerhalb gelegen. Das sagt aber nichts über den Lärmpegel aus. Morgen gibts nämlich das Bun Awk Phansa. Das ist einer der größten Feiertage hier zum Vollmond nach der Regenzeit. Es laufen gerade die letzten Vorbereitungen und es wird schon vorgeglüht. Im ganzen Ort (vermutlich im ganzen Land, aber das kann ich nicht bestätigen) und somit auch um unser Hotel herrscht Partystimmung.

Auch hier haben die Mönche viele Spenden gekriegt.

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Zu dem Festl werden Schiffe gebaut, mit Kerzen bestückt und die Flüsse runter geschickt. Wer nicht als Gruppe ein ganzes Schiff baut, der lässt halt einzelne Kerzen auf einem schwimmenden Untergrund ab. Die Tempel sind jetzt schon mit vielen Laternen und Schiffen geschmückt.

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Zum Abendessen haben wir gesündigt.

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Und Nein, es war die Sünde nicht wert. Eine Pizza hat hier 3x so viel gekostet wie normales Lao-Futter und geschmeckt hat sie auch nicht besonders.

DSC_0966Nach dem Abendessen ist es finster. Da kommen die ganzen Laternen und Kerzen in den Tempeln natürlich noch besser an.

DSC_0971Hier zünden die Novizen die ganzen Kerzen an und passen auf, dass keine ausgehen.

 

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Essen mit den Einheimischen

Zeitig in der Früh – um 08:00 – brechen wir auf um per Boot nach Muang Ngnoi zu fahren. Diesmal gehts ca. 1 Stunde lang flußaufwärts.

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Von Muang Ngnoi wandern wir ca. 40 min zu einer Höhle, die während des Vietnamkriegs – da hat auch Laos so einiges abbekommen – von den Dorfbewohnern genutzt wurde, um sich vor Bombenangriffen zu schützen.

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Unser Guide verabschiedet sich mal hier – er muss mit einem Freund angeln gehen.

Wir wandern ca. 1 Stunde lang über Reisfelder zum nächsten verschlafenen Nest, um noch ein bisserl laotisches Dorfleben zu beobachten.

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Als wir unseren Guide, Ai, wieder treffen hat er und sein Freund jede Menge Mini-Fische gefangen und wir werden zum Mittagessen eingeladen. Außerdem wird noch eine Ente geschlachtet (da sind wir zum Glück nicht dabei) – die gibts auch zum Mittagessen.

Also bekommen wir: frisch gefangene Fische, eine frisch geschlachtete Ente, gerösteten Farn (frisch gepflückt), eine Blutsuppe mit Innereien, Klebreis und jede Menge Bier.

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Die Ente war recht gut – allerdings wird sie dort in kleine Stücke geschnitten und man muss auf Knochen aufpassen. Fische isst man als ganzes mit Kopf und Gräten. Blutsuppe war optisch gewöhnungsbedürftig – hat aber besser geschmeckt, als sie aussah. Am besten war der geröstete Farn, der war aber ziemlich scharf, weil er ausgiebig mit Chilli gewürzt wurde. Naja, im Restaurant hätte ich mir so was nicht bestellt.

Nach dem Essen sind alle papsatt: (sogar die Mietze):

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Wir verstehen zwar kaum ein Wort – wir sind uns nicht mal so ganz sicher, wann die Laoten Englisch reden und wann nicht – aber es ist trotzdem ganz lustig.

Nach dem Essen tuckern wir wieder zurück in unser Dorf und unser Hotel. Unser Guide schläft schon am Boot ein. 

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Fuß- und Rückenmassage

Heute stehen die 100 Waterfalls auf dem Programm. Wir haben Ai (unseren Führer) gestern noch gefragt, welche Schuhe wir heute anziehen sollen und er hat gesagt, die Trekkingschuhe. Also ziehen wir unsere Sportschuhe mit den frisch in der Wäscherei in Luang Prabang gewaschenen Socken an.

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Um 9:00 Uhr treffen wir uns und gehen mal zum Bootspier runter. Auf diesem Fluß fahren recht kleine Boote, weil der Wasserstand durch den Bau eines Staudamms und Wasserkraftwerks ziemlich variiert und die Boote nicht viel Tiefgang haben dürfen. Dafür muss man beim Verladen der Fracht dann schon mal kreativ werden.

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Wir fahren zunächst mal eine Stunde den Fluß hinunter. Dann landen wir bei einem kleinen Dorf wo wir zusätzlich zu Ai noch einen lokalen Führer kriegen. Dieser trägt Flipflops.DSC_0735

Zu viert machen wir uns auf den Weg zu den Wasserfällen. Am Weg dorthin stellt sich schnell heraus, dass die Turnschuhe vielleicht doch nicht ganz das richtige sind. Hier wären die Sandalen besser gewesen.

Es geht immer wieder mal durch kleine Bäche. Die Schuhe dazwischen wieder anzuziehen zahlt sich nicht aus. Also gehen wir das Ganze barfuß. Das ist auch besser wenn man im Gatsch versinkt. Den Fuß kriegt man wieder raus. Beim Schuh wär das nicht so sicher.

Nach vielen kleinen Bächen und einigen Reisfeldern, die gerade abgeerntet werden kommen wir dann auch wirklich beim ersten Wasserfall an. Hier gibts die nächste Überraschung. Wir gehen nicht neben den Wasserfällen hoch, sondern durchs Wasser.

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DSC_0745Es ist also quasi Canyoning von unten nach oben. Und die Guides sagen, man rutscht mit den Schuhen zu viel und wir sollen lieber barfuß gehen (der lokale Führer bleibt aber in seinen Flipflops).

Es ist aber nicht so schlimm wie es aussieht. Das ist die einzige Stelle an der man ein Seil braucht und auch sonst sind immer kleine Tritte in den Fels gehauen worden, über die man recht leicht rauf kommt.

Wir haben nicht gezählt, ob es wirklich 100 Wasserfälle waren, aber es waren schon sehr viele kleine Stufen über die das Wasser hier hinunter fließt und wir rauf klettern. Ganz oben kommt dann der größte Wasserfall und hier haben wir uns auch eine Dusche verdient.

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Beim Ausgang richtet Ai noch unser Mittagessen her.

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Das wird hier mit den Fingern gegessen und schmeckt trotzdem sehr gut. Und was wir nicht schaffen, das verdrücken ein paar Kinder, die auch raufgekommen sind.

Für den Rückweg den Berg runter brauchen wir dann doch tatsächlich noch unsere Turnschuhe. Sobald wir unten sind gehts aber wieder über die selben Wege ins Dorf zurück, über die wir hergekommen sind. D.h. barfuß durch den Gatsch. Jetzt tut das barfuß gehen schon weh. Laut Ai weil die Fußsohlen durch das Wasser aufgeweicht sind.

Zurück im Dorf hat sich meine Blutegelbilanz auf 6 verdoppelt.

Hier wird auch Reiswhiskey gebrannt. Wir kriegen eine Kostprobe direkt von der Destillation. Das ist noch heiß und schmeckt eindeutig nach Reis. Das Fertigprodukt ist dann aber schärfer mit weniger Geschmack. Das hat mir vorher besser geschmeckt.

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Danach gehen wir zurück zum Boot – das hat inzwischen auf uns gewartet – und wir fahren wieder den Fluß hinauf.

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Am Abend haben wir für uns Massagen reserviert. Wir haben das schon in Luang Prabang ausprobiert, aber hier soll es besser sein. Wir versuchen beide eine Rücken-, Schulter- und Kopfmassage. Vero gefällt es ganz gut und sie würde das am liebsten jeden Tag machen. Mir gibt es eher weniger. Ich finde, die kneten da den Körper nach ihrem Programm durch, aber sie gehen überhaupt nicht auf die Verspannungen ein. Man kann es ihnen nicht sagen, weil sie nicht englisch können und fühlen tun sies auch nicht. Tommy, Martin, das könnt ihr besser!

Auf nach Nong Kiaw

Heute geht es von Luang Prabang um 09:00 los und wir fahren Richtung Norden. Unser Ziel ist Nong Kiaw. Die Fahrt wird (inkl. Pause) um die 5 Stunden dauern, deshalb ist sonst nicht viel geplant.

Nong Kiaw ist bekannt für Wandern und Kajakfahren also genau das Richtige für uns.

Unterwegs bleiben wir ein paar Mal stehen und schauen uns kleine Dörfer oder tolle Landschaften an.

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Mittags sind wir wieder mutig, und wollen einen laotischen Snack genießen, also bekommen wir:

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Es hätte noch schlimmer sein können, es hätte auch das:

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sein können.

(Um unseren Guide zu zitieren: “Lao people eat everything”)

Nachmittags erreichen wir dann unser Hotel und sind aufgrund der holprigen Straße (oder wars vielleicht doch das Mittagessen?) ziemlich erledigt, sodass wir den Rest des Tages faulenzen und die Abendstimmung genießen:

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Hier noch ein Blick auf unseren Bungalow, wo wir die nächsten 3 Tage übernachten werden (einer der linkesten):

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Reisfarm und Kuang Si Wasserfälle

Heute fahren wir zunächst zu einer Reisfarm. Hier bekommen wir komische Hüte und schließen uns einer Gruppe Touris an, die in 14 Schritten erklärt bekommt, was man alles machen muss, um Reis zu bekommen. Die ersten zwei Schritte – das Setzen und Ziehen der Pflanze – versäumen wir allerdings. Wir kommen zum Pflügen dazu.

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Was recht lustig ist, ist dass die Touris alles selber ausprobieren können. Im nächsten Schritt werden die 3-4 Wochen alten Setzlinge am Feld ausgesetzt. Man beachte hier die Frau mit dem blauen Leiberl. Links vorher, rechts nachher.

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Sie bleibt in dem 30cm tiefen Gatsch stecken und setzt sich mal kurz hin. Die Kamera (bzw. der Fotograph) war leider zu langsam, drum hab ich nur ein Nachher-Foto.

Wir denken uns übrigens, wir hatten in der letzten Woche schon genug Gatsch und wollen mal sauber bleiben. Wir haben uns schon gedacht, dass man da recht leicht das Gleichgewicht verlieren kann.

Später wird dann noch gezeigt, wie die Pflanze geerntet, getrocknet, der Reis von der Pflanze und die guten von den schlechten getrennt werden bis wir endlich zu Schritt 14 kommen. Dem Essen.

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Hier sieht man Reis in allen Variationen. In der Schüssel ist eine andere Zutat, die in Laos bei Frühstück, Mittag- und Abendessen immer dabei ist: Chilli.

Danach fahren wir weiter zu den Kuang Si Wasserfällen. Wir sagen immer nur Waterfall, weil wir uns die Namen nicht merken können, aber es geht recht oft zu Waterfalls, drum hab ich jetzt mal den Namen rausgesucht.

Hier gibts vor den Wasserfällen auch ein Bear Rescue Center zu sehen wo Bären unterkommen, die aus der Gefangenschaft befreit wurden. Hier sind sie zwar noch immer eingesperrt, aber sie haben zumindest mehr Platz und eine schöne Umgebung.

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Etwas weiter oben fangen dann die Wasserfälle an. Es geht über viele Wasserfälle über viele Ebenen den Berg runter. Dazwischen kann man auch hin und wieder schwimmen. Es ist alles wunderschön, aber leider sind auch viel zu viele andere Touris da.

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Schließlich finden wir aber doch noch ein Plätzchen, wo es nicht zu überlaufen ist und wir baden können.

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Nach etwas mehr als einer Stunde Zeit zum Baden fahren wir wieder zurück nach Luang Prabang.

Elefanten- und Wellenreiten

Wieder schlafen wir im Homestay (naja, es ist ja eigentlich ein Camping Platz). Und wieder krähen die Hähne ab – gefühlterweise –  03:00  Uhr morgens. Deshalb sind wir schon ca. um 06:00 aufgestanden, und haben am Fluss den Wäscherinnen zugesehen.

Nach dem Frühstück besuchen wir die Elefanten um zu reiten: DSC_0525

Elefantenreiten ist zwar ein außergewöhnliches Erlebnis, aber unser Elefant ist hungrig und will dauernd umdrehen. Außerdem ist unser Sattel nicht so fest montiert und wir beginnen in der Mitte des Flusses samt Sattel runterzurutschen. Fluss ist an dieser Stelle ziemlich tief – unser Elefant bekommt nasse Ohren. Wahrscheinlich war das die Absicht des Elefanten um schneller zurück zum Frühstück zu kommen.

Hier unsere beiden Australier am Elefanten vor uns, an der Stelle kommen wir dann ins Rutschen:

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Geht aber alles gut und unser Elefant läuft besser als er bemerkt, dass es wieder zurück zu seinem Frühstück geht.

Danach fahren wir mit dem Kajak zurück nach Luang Prabang. Das sind 16 km auf einem teilweise sehr ruhigem (und leider auch sehr braunen) Fluss in der direkten Sonne. Michi und ich paddeln ganz anständig, unsere Australier kommen irgendwie nicht nach. Nachher erfahren wir, dass Marty nicht im Boot sitzen kann und entweder kniet oder einfach liegt und nix macht. Das erklärt jetzt unsere Schnelligkeit.

Auch die Stromschnellen meistern wir ganz gut. In der Pause besuchen wir das Grab eines französischen Entdeckers, der im 19 Jahrhundert Laos erkundet hat. Während wir hören, dass er leider bereits mit 35 an Malaria gestorben ist, werden wir von diversen Viechern gefressen.

Am späten Nachmittag kommen wir wieder in Luang Prabang in einem sehr schönen Hotel an und ….. *trommelwirbel* ….. duschen!   Jede Art von Zivilisation erfüllt uns an diesem Abend mit Freude.

Nach dieser laaaaaangen Dusche gönnen wir uns eine Kopf und Schulter Massage (wobei allerdings auch die Wadln massiert werden – aber die habens auch nötig)  und erklimmen den Phou Si (Das ist ein kleiner Hügel – 328 Stufen – mitten in der Stadt) um den Sonnenuntergang anzusehen).

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Zurück Wandern

Nach der Nacht in dem wohl ärmsten Dorf von Laos (oder zumindest hoffe ich, dass es nicht noch ärmere gibt) packt Vero in der Früh ihre Sachen. Der Bub war dabei sehr interessiert.

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Da wir für gestern, heute und morgen unser ganzen Gepäck mitschleppen müssen, haben wir wieder unsere kleinen Rucksäcke gepackt. Und ich habs geschafft, meine Tageslinsen nicht hineinzugeben. D.h. ich renn jetzt mit Brille rum.

Für heute sind sechs Stunden wandern angesagt. Um ca. 8:30 Uhr marschieren wir los.

Am Weg treffen wir noch so einiges Getier. Z.B. den alten Bekannten von oben und einen Schmetterling.

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Hier wird meine Brille schon zum Problem. Es geht hier ständig bergauf und es ist ziemlich heiß und feucht. Es tropft ständig Schweiß auf die Brille und an meiner Kleidung gibts keine trockene Stelle mehr um sie sauber zu machen. Ich seh nur mehr recht verschwommen.

Aber um 10:00 Uhr erreichen wir schon den höchsten Punkt unserer Wanderung. Von nun an gings größtenteils bergab und die Schweißentwicklung war nicht mehr ganz so schlimm.

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Nach ca. drei Stunden wandern kommen wir wieder in ein kleines Dorf. Wie gewohnt rennt sämtliches Getier frei herum. Sie wollen und auch wieder einiges “Selbstgemachtes” andrehen. Das kaufen wir ihnen zwar nicht ab, aber dafür wird hier zu Mittag gegessen.

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Nach dem Essen gehts durch den Wald und über teilweise steiniges Gelände weiter bergab. Kurz vor dem nächsten Dorf baden schon die ersten Kinder in Tümpeln während wir verzweifelt versuchen, über den Weg (im 2. Foto links vom Wasser) nicht abzurutschen und reinzufallen.

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Im Dorf gibts dafür schon richtige Zivilisation. Die haben Strom! Mit dem Strom kommt auch ein Kühlschrank und ein Shop mit kalten Getränken – allerdings kein Wasser. Die Häuser hier haben wieder alle Sat-Schüsseln. Das ist ein Zeichen, dass wir es bald geschafft haben.

Jetzt nur noch ein Stück weiter runter, am Ende noch durch die obligatorischen Reisfelder und dann sind wir wirklich endlich am Fluß angelangt wo wir von einem Longboat abgeholt und zum Camp zurückgebracht werden wo wir gestern mit den Mountainbikes hingefahren sind.

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Wir waren etwas schneller. Wir sind nach sechs Stunden inkl. Pausen am Ziel.

Das Camp ist auch als “Homestay” tituliert. Ich würde eher Campingplatz dazu sagen. Wir schlafen wieder in Hütten, diese und auch die sanitären Anlagen sind aber um Welten besser, als letzte Nacht.

Aber das Beste des Tages: im fünf Minuten entfernten Elephant Village gibt es sogar einen Pool. Während die anderen gratis im braunen Fluß baden in dem immer wieder mal Elefantendung herunter schwimmt, gehen Vero und ich ins Elephant Village und schmeißen uns in den sündhaft teuren (US$ 10,- pp) Pool.

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Und wir gönnen uns auch noch Leihhandtücher und Cocktails an der Poolbar. Yeah!

Als der Pool zusperrt und wir uns wieder auf den Rückweg machen, treffen wir noch die anderen. Die sind inzwischen in einer Hütte eingekehrt, wo es eine lokale Spezialität gibt: gegrillte Hühnerfüße.

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Man nagt ewig lang dran herum und kriegt doch nichts runter. Aber naja, sie verwerten halt wirklich alles von dem Huhn.

Das ist aber nur ein kleiner Appetitanreger. Das Abendessen ist im Camp. Es ist zwar ganz gut, aber es ist im Freien mit einer sehr hellen Lampe über uns. Ich kann die Suppe nicht schnell genug essen, bevor nicht das nächste Insekt hineinfällt. Und so macht das leider nicht viel Spaß und wir fliehen wieder um 20:00 Uhr ins Bett.

Biken, Hiken und Homestay

Am nächsten Morgen werden wir zeitig in der Früh abgeholt – um 08:30 gehts los. Zuerst wird ein Fahrrad ausgeborgt. Nachdem ich gesehen habe, was hier alles auf den Straßen rumkurvt, bin ich überrascht, als wir sehr moderne, gut ausgestattete Mountain-Bikes bekommen. Nachdem ich über die ersten Schlaglöcher gefahren bin, verstehe ich warum wir mitten in der Stadt Mountain Bikes brauchen. Zuerst sind wir rauf auf einen kleinen Hügel mit Tempel geradelt um einen Überblick über die Stadt zu erhalten.

Die sehr grüne Stadt Luang Prabang – vom Hügel aus:

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DSC_0338Danach gehts weiter zu einer kleinen Fabrik, wo wir sehen, wie Stoffe hier hergestellt werden. Naja, so ganz sicher bin ich mir nicht, ob wirklich Stoffe dort hergestellt werden: Als wir reinkommen, sind alle Webstühle leer, später kommt dann eine Frau und bedient einen der Webstühle lustlos. Noch bevor wir gehen, ist sie wieder verschwunden. Außerdem haben die meisten Stoffe, die hier so verkauft werden, das selbe Muster – also schauts schon ein bisserl nach Massenerzeugung aus.

 

Ein paar Seidenraupen, die es ebenfalls in der Fabrik zum Besichtigen gibt:

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Dann gehts mit dem Fahrrad weiter. Wir verlassen die Stadt und fahren ins 16km entfernte Elephant Village.

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Per Boot fahren wir weiter zu einem sehr netten Wasserfall, wo wir ins Wasser springen und Mittagessen.

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Dann machen wir uns auf den Weg in unser Homestay. Nach zwei Stunden Wandern kommen wir in ein kleines Dorf wo wir direkt bei den Dorfbewohnern übernachten. Wir treffen unterwegs auf zwei Australier, die uns die nächsten zwei Tage begleiten werden.

Im Dorf gibt es eine kleine Volksschule. Als wir eintreffen, werden die Kids gerade in Tanz unterrichtet, und wir können ein bisserl zuschauen.

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Dann folgt die Überraschung: im Dorf gibts keine Autos, keine Straße, kaum Strom (Photovoltaik – Panels und Generatoren sind im Einsatz), keine Kanalisation, keine Kühlschränke – somit nix kaltes zu trinken – und einen Dorffernseher. Man schläft direkt am Boden, als Dusche dient eine große Tonne mit Wasser gefüllt, wo man sich das Wasser mittels kleiner Schale über den Kopf leeren kann. Man beachte: das ist die Touristen Dusche, die Einheimischen erledigen das am Dorfbrunnen.

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Verbrauchtes Duschwasser versickert direkt im Boden, aber davor können sich noch die Schweine, Hunde, Enten, Hühner – was die Dorfbewohner so an Getier halten – darin baden oder es auch trinken. Als Tourist hat man auch ein eigenes Gäste-WC, dass aber auch von den Einheimischen benutzt wird.

Unser Zimmer:

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Laut unserem Guide ist das schon ziemlich fortschrittlich, die ersten Touristen im Dorf mussten noch in den Dschungel um ihr Geschäft verrichten. Immer mit Stock bewaffnet, weil die Schweine die Hinterlassenschaften gleich fressen, und damit sie einem währenddessen nicht in die Quere kommen.

Hier ein Dorfbewohner bei der Arbeit, im Vordergrund ist eine alte amerikanische Bombe zu sehen, die jetzt beim Schmieden von Werkzeug verwendet wird:

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Das Dorf ist insgesamt ziemlich dreckig, es liegt sehr viel Müll einfach direkt auf der Straße. Wohin auch damit – es gibt ja keine Müllabfuhr.

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Unser romantisches Abendessen:

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Am Abend wird Rattan-Ball gespielt und man kann sich für ca. 10 Cent im Fernsehen eine thailändische Soap anschauen. Weil die Dorfbewohner ohnehin um 04:00 aufstehen und genügend Krach machen werden, gehen wir schon um 20:30 schlafen. (Wie das ganze Dorf auch). Es herrscht ohnehin schon tote Hose.

Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich wirklich schon schlafen kann, bzw. ob ich da wirklich schlafen werde. Schätze mal, da gibt es mehr Ungeziefer als auf unserem 40m hohen Baumhaus Enttäuschtes Smiley

… gently down the stream

Das Hotel in Pak Beng war das erste, das über Tiger Trails gebucht wurde. Das ist die Agentur, über die wir auch den restlichen Aufenthalt gebucht haben. Und dieses Hotel ist im Vergleich zu dem in Houay Xay eine Nobelhütte. Das Zimmer ist sehr schön komplett mit Holzvertäfelung, auch wenn es recht klein ist. Beim Frühstück merken wir dann, dass wir die einzigen Gäste sind.

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Wir kaufen noch ein paar Vorräte und sind dann so um 8:15 Uhr beim Boot. Diesmal ist das Boot schon recht voll.

Die Abfahrt ist auch recht pünktlich. Damit hat ein Passagier nicht gerechnet. Wir sehen ihn zunächst nur an Land mit seinem Koffer herumrennen (so ziemlich der einzige ohne Rucksack), aber irgendwann kommt er dann mit einem Motorboot nach und steigt noch um.

Sonst verläuft der Tag eigentlich wie gestern. Wir sitzen den ganzen Tag am Boot und fahren den Mekong hinunter. Die Landschaft ist auch die Gleiche, daher gibt es hier nicht viel zu erzählen.

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Gegen 15:00h kommen wir an einem recht schönen Felsen vorbei. Da hat sich jemand gedacht, da könnte man doch einen Tempel hinein machen.

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Eine Stunde später sind wir dann in Luang Prabang – der alten Hauptstadt von Laos. Sie wurde aber schon vor längerem von Vientiane abgelöst. Hier hat das Boot schon angelegt und alle warten auf ihr Gepäck.

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Hier werden wir von unserem Tiger Trails Guide abgeholt und wir fahren in einem klimatisierten Bus an den Tuk Tuks vorbei in die sich die Backpacker zwängen. Wir haben uns im Bus auch recht klein gemacht, damit uns niemand erkennt.

Das Hotel ist direkt im Zentrum. Die Dusche hat mal ausreichend Wasser und sogar in der richtigen Temperatur. Bis jetzt gabs Wasser immer nur tröpferlweise und meistens kalt – in Pak Beng konnte man sich aussuchen ob kalt oder heiß.

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Nach der Dusche schlendern wir noch ein bisschen über die Hauptstraße. Hier gibts abends einen Markt mit recht schönen Sachen. Wir schauen einmal durch, aber dann ist der Hunger größer als die Neugier und wir gehen Abendessen. Wir werden eh noch einen freien Tag hier verbringen.

Die nächsten zwei Nächte gibts Homestay – übernachten bei einheimischen Familien. Da werden wir vermutlich keinen Blog schreiben.

Row, row, row your boat …

Heute gehts mit dem Slowboat von Houay Xay nach Pak Beng. Das heißt für uns erst einmal zeitig in der Früh aufstehen, weil das Tuck Tuck uns um 09:30 abholt und wir vorher noch Frühstücken und die Verpflegung für den Tag einkaufen wollen. Das Tuck Tuck kommt auch pünktlich –

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nur leider fährt es uns nicht direkt bis zur Bootsanlegestelle sondern bleibt bei einem dubiosen Geschäft stehen um uns die “richtigen” Tickets auszustellen. (Dafür müssen wir allerdings auch unsere Pässe abgeben). Wir werden freundlich dazu aufgefordert doch unsere Verpflegung im Geschäft einzukaufen. Grmpf. Aber wenigstens haben sie uns wirklich die richtigen Tickets und unsere Reisepässe gegeben.

Dann – so ca um 10:15 werden wir aufgefordert mal auf unser Boot zu gehen.

DSC_0232 Wir haben erfahren, dass diese Boote gern mal überladen werden, und falls mehr als 70 Personen an Bord gehen, sollte man auf ein 2. Boot bestehen. Um 10:30 sind ca. 50 Leute im Boot, also passt alles und wir setzen uns auf unsere Plätze.

Aber die Abfahrt verzögert sich bis um 11:50. Mittlerweile sind sicher mehr als 70 Leute am Boot aber unsere Rucksäcke sind irgendwo im Frachtraum ganz unten verstaut, sodass wir ohnehin nicht mehr an sie rankommen.

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Endlich gehts los, und die Bootsfahrt stellt sich als recht angenehm heraus. Man sieht viel Landschaft, das Wetter ist gut und auf dem Boot weht immer eine leichte kühle Brise.

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Für die Kajakfahrer, Kanuten und sonstige Wassersportler: 

Der Mekong ist ein großer Fluss mit der Donau vergleichbar. Allerdings schauen mehr Steine raus (wir hören, dass er in der Trockenzeit nicht immer befahrbar ist). Immer wieder sind gewaltige “Schwammerl”, gewaltige Strudel und Kehrwässer zu sehen, die unser (im Verhältnis zum Kajak) riesiges Boot zum Schaukeln bringen. Eskimotieren empfiehlt sich allerdings nicht – der Fluss ist braun – so wie bei uns bei Hochwasser – und man weiß nicht genau was alles so drin schwimmt. Auch sieht man leider immer wieder Plastikflaschen oder sonstigen Müll drin.

Kitschige schöne sandige Flussufer, wo Kinder, Büffel, Ziegen, Hunde oder Fischer spielen sind zwischen den Felsformationen zu sehen. Man sieht kaum Orte, hin und wieder sind einzelne Häuser am Ufer verstreut.

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Slowboat ist auch ein passender Name: wir bleiben immer wieder stehen, damit Einheimische mitten in der Wildnis ein- oder aussteigen, oder wir legen auch schon mal eine Pause ein, falls der Kapitän mal pinkeln muss. (Dafür wird auch am Ufer angelegt, niemand mag die Toiletten an Board benutzen).

Hier z.b.: ein “Hafen”, an dem wir anlegen, Kuh wartet schon auf uns:

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hier ein belebter Hafen, an dem wir anlegen – Schweine warten auf uns:

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Die 6 Stunden vergehen recht schnell und um ca. 17:30 sind wir in Pak Beng. Der Ort ist fast schöner als Houay Xay – weniger Baustellen, die Häuser wirken freundlicher. Wir gehen ziemlich früh schlafen, wir sollen am nächsten Morgen um 08:30 beim Boot sein. Schau ma mal, wann wir wirklich ablegen werden.